Das Zeitalter des schwerelosen Bildes hat begonnen Das Zeitalter des schwerelosen Bildes hat begonnen

Im Jahre 2008 kam ich darauf, dass Musik und Malerei die Gleichen sind,
und dass einzig und allein die Zeit ein komplettes Verschmelzen unmöglich macht.
Wenn die Zeit fundamental verschieden ist. Dann hat das Konsequenzen für das Bild.
Die Zeit, die das Entstehen von Musik ueberhaupt erst moeglich macht spielt
im gemalten Bild kaum eine Rolle. So kann im gemalten Musikbild die Zeit und der Rhythmus
nicht fortlaufend definiert sein. Musik ohne Zeit hat keinen Anfang und kein Ende. Keine Richtung.
Kein Oben und Unten. Die Malerei kann die Existenz von Musik leisten.
Das Bild existiert und ist Musik.
Das immer währende Musikbild hat keinen definierten Anfang und kein Ende.
Kein Oben und kein Unten. Das Musikbild ist schwerelos.
Die Welt steht nicht auf dem Kopf. Sie liegt auch nicht quer, und ist auch nicht gerade.
Ohne Zeit gibt es keine Schwerkraft. Dadurch ist es möglich das Musikbild zu drehen.
In jede Richtung in die man will, ohne dass man dem Bild dabei seine Identitaet rauben würde.
Die Identitaet ist immer da. Innerhalb dessen ist es fuer uns Betrachter zusaetzlich möglich das Bild
von theoretisch unendlich vielen Seiten neu und anders sehen zu lernen.
Denn wenn das autarke schwerelose System Musikbild in unserer klassischen Oben-Unten‘ Welt betrachtet wird,
entsteht während des Betrachtens eine neue Zeit. Es entsteht ein neuer Rhythmusraum.
Musik im Bild ist frei!

Peter Piek, Leipzig der 12.Februar 2009