Das musikalische Wunderwesen Peter Piek Mittwoch, 20. Februar 2008
Musik ist besonders, wenn sie es schafft die Gedanken des Zuhörers in andere Bahnen zu lenken, ihn träumen oder in andere Welten abdriften zu lassen. So durften wir am Freitag, den 15.2.08 im Cafe Central in Magdeburg Zeugen solch eines musikalischen Wunders werden.Schon während seinen ersten Klängen wurde uns die Einzigartigkeit Peter Pieks bewusst. Er verzauberte das Publikum mit einer sorgfältig ausgewählten Mischung, sowohl sanften und nachdenklichen, als auch belebenden und unbeschwerten Kompositionen. Er überzeugte mit gefühlvoller und einfühlsamer Stimme und erzeugte damit pures Gänsehautfeeling.Allein mit Worten kann sicherlich kein ausreichend anschauliches Bild vermittelt werden, sodass sich Interessierte durch Konzertbesuche oder CD-Käufe ein eigenes Urteil bilden können, was aufjedenfall empfehlenswert ist.
Liebste Grüße
Pommes & Ullchen
Peter und seine Farben im Victor Jara! Vom Phipsköter Freitag, 28. Dezember 2007
Heute ist Donnerstag. Es ist scheiß kalt draußen. Ich habe schlechte Laune und obendrauf auch noch Halsschmerzen. Am liebsten möchte ich nach einer heißen Wanne sofort ins Bett. Aber dann klingelt das Telefon. Erik ruft an und fragt wann ich denn heut Abend im Victor Jara aufkreuze?! Ach ja, da war ja noch was: Das Heimspiel von Peter und seinen Farben. Okay. Plötzlich wird mir warm, der Hals kratzt nicht mehr und die schlechte Laune habe ich abgeworfen. Heute sehe ich meine Helden wieder. Schon bin ich nervös und obwohl das Konzert erst 22.30 Uhr beginnen soll, ,mache ich mich schon halb neun auf den Weg. Dort angekommen, lande ich schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen, vorerst. Peter, Erik und, man höre und staune, auch Mike haben schlechte Laune. Bisher noch kein Soundcheck gewesen. Die erste von drei Bands soll in einer halben Stunde anfangen. Pustekuchen. Die Anlage spinnt...von welchem Idioten die wohl her ist! Doch irgendwann kann die erste Band anfangen, aber Peters Laune bessert sich nicht. Er wirkt grimmig, genervt und fertig. Ich glaube da ist eine starke Erkältung im Anmarsch...heiße Milch mit Honig soll da helfen. Mike wirkt dagegen schon wieder ganz entspannt und abgebrüht, Profi eben. Erik ist überall und nirgens verstreut, vermutlich flirtet er mit der attraktiven, jungen Frau am Einlass...die lacht aber auch immer so schön! Nachdem die zweite Vorband gefühlte acht Zugaben gespielt hat und den Großteil der anwesenden Zuhörer nur noch langweilt, machen sich die Jungs bereit. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das heut nicht der Abend von Peter und seinen Farben werden wird. Ich habe den Eindruck, dass sie alles schnell hinter sich bringen möchten und dann ab nach Hause. Aber was dann passiert ist unglaublich und phenomenal genial: Die Rockschweine da oben sind sowas von heiß und spielen sich den angestauten Frust der letzten Stunden von der Seele. Vom ersten Takt an sind alle in ihren Bann gezogen, von der ersten bis zur letzten Reihe. Peter bittet die Leute näher zur Bühne zu kommen...alle gehorchen, sind mittendrin, gefesselt und gefangen zugleich. Ich schaue Peter die ganze Zeit an und kann nicht mehr wegsehen, er hat mich jetzt endgültig und für immer für sich gewonnen. Nur wenn er zu mir sieht schaue ich weg, sonst komm ich mir doof vor. Mike und Erik singen ihre wunderbaren Chorgesänge so passend schön, dass es mir den Boden unter den Füßen wegzieht. Erik sieht dabei nur so aus als hätte er gerade eine sehr salzige Salzgurke gegessen. Wobei Erik und gutes Aussehen eigentlich immer zusammen gehören. Nur dieses Mal nicht mein Hübscher! Dann passiert das Unglaubliche: Die drei heißen Typen widmen mir einen Song. Ich möchte sie dafür küssen, aber ich traue mich nicht. Bei der letzten von zwei Zugaben steh ich ca.50cm von Peter entfernt und höre das schönste Lied des Abends. Ich könnte weinen, bin aber zu glücklich über dieses Konzert um Tränen zu zeigen, höchstens vor Freude.
Fazit: Nach ihrer Deutschland-Tour im November funktionieren Peter Piek & the colours besser als je zuvor. Sie sind eine Einheit, verschmolzen ineinander. Sie funktionieren wie ein Schweizer Uhrwerk, nein besser, nein sie funktionieren nicht: Die drei sind richtig dicke Freunde und das sieht, spürt und hört man sofort...Ich liebe diese Band, diese Jungs, diese Musik...Danke euch!
Peter Piek and the Colours am 21.11.2007 im Purple Club in Köln von Tim Rupp
Diejenigen, die lieber der? wie man lesen musste? der nur mäßig motivierten Nationalmannschaft zuschauen wollten oder noch nicht einmal das als Ausrede vorweisen können, haben einen sehr guten Auftritt dieser drei im Kombi angereisten Mannen verpasst und damit ganz eindeutig die falsche Entscheidung in Sachen Abendplanung getroffen.Auf der eher für Solo-Künstler konzeptionierten (wenn dieses Wort hier überhaupt angebracht ist) Bühne machten es sich Peter Piek mit Gitarre und Keyboard sowie seine Colours-Kollegen am Bass und den Trommeln gemütlich. Und so wie man das vom Zuschauerstandort aus beurteilen konnte, muss das sehr gemütlich, wenn nicht sogar familiär gewesen sein. Es wird dem Zustand im Kombi, mit dem die drei fleißigen Musikanten gerade Deutschland beackern, sehr ähnlich gewesen sein.Dennoch ließen die Jungs sich nicht von dieser Enge einschüchtern, sondern packten auf der Bühne einfach diese Mitnickmelodien und eine gehörige Portion Rhythmus zusammen, Peters außergewöhnliche und charismatische Stimme obendrauf und schickten das Ganze durch Boxen und Verstärker raus zu denjenigen, die da zuerst standen, dann ein bisschen wippten und ? ja, sogar tanzten.Das erste Lied war noch nicht zu Ende gespielt, da dürfte schon gar keinem mehr aufgefallen sein, dass es an diesem Abend nur wenige in diesen Laden schafften. Denn man hatte ja schließlich eine Band zum Angucken und deren Musik zum Anhören, und das machte richtig Spaß und hatte viel Energie. Da hätte man gut auch alleine da stehen können, und hätte trotzdem eine Menge Gefallen an dem Dargebotenen gehabt. Tanzwillige Arktisaffen oder romantische Aufstehkinder, für alle hatten Peter und seine Freunde etwas dabei.Das war eine sehr angenehme Vorstellung, die man nur wohlgelaunt und zufrieden verlassen konnte. Da gibt sich jemand Mühe, ohne mühsam zu klingen, und das ist gut!Auch wenn Fussball oder seltsame Abendserien auf Pro 7 noch so sehr begeistern können, an eine Stunde guter Musik, vorgetragen von ihren überzeugten Urhebern, kommen sie nicht heran.
Peter Piek & The Colours - Tour! Kapitel1 Tag 1-4 Von Mika Schneider Dienstag, 20. November 2007
Na ja, so oder so ähnlich war das! Bleibt mir als Mika noch zuzufügen, dass am ersten Abend in HH ja gar keiner da war ausser der netten Frau vom Tresen und dem jungen netten Mann der dazu gehörte.War gut so, da wir echt im Arsch waren. in Frankfurt/O hab ich die halbe Nacht mit der Scheuerleiste gekuschelt, da über dieser ein Bewegungsmelder für die Beleuchtung des Flures in dem ich lag prangte, und ich Angst hatte, bei jeder Bewegung das Licht an zu schalten. Bis ich gegen 7.00 Uhr feststellte, dass das gar nicht so war. Egal, hab eh beschissen geschlafen. Gestern im Wohnzimmer von der Pony Bar war es grossartig! Wenn wir das heute in Kiel, wo ähnlich "viel" Platz sein soll wiederholen oder gar toppen, dann ist, glaube ich, alles möglich. Ist echt erstaunlich wie wir uns anpassen, steigern, motivieren und Spass haben können und dabei diese Superenergie auch auf die Zuhörer übertragen können. Ehrlich gesagt weiss ich nicht genau, wo wir die manchmal noch her nehmen, wenn wir mit Erkältungstzuständen und Müdigkeit kämpfen. Sobald wir anfangen ist eben alles paletti. Gut so!Auch juhuu!!
Der ScheuerleistenSchneiderMike
Ok, also am Freitag gings los. Die Jungs kamen natürlich zu spät. So konnte ich sogar noch aufwaschen. Einpacken des Autos. Riesige Schlammpfütze am Kofferaum. Während des Fahrens Gespräch über Ordung in Musik, bildender Kunst und im Leben allgmein. Ein Mädel von den Zuschauern spricht mich an und bittet mich am Folgetag zwischen 11 und 14 Uhr bei einem Filmdreh dabeizusein, der dann als Sequenz in einem Theater in Maastricht gezeigt wird. Ich willige ein ohne zu wissen was passiert. Treff in Treptow. Drehort ist altes Abrisshaus was als Partylocation verwendet wird. Ich spiele einen Bruder der im Zuchthaus sitzt und dessen Schwester mit dem richter bummst, der mich eingeknackt hat für 4 Jahre Folterung. Als ich frei bin finde ich das heraus. Szene ist: Sie kommt herein. Ich stelle sie zur Rede. Soll richtig gewaltätig werden und sie schlagen und schreien. Das war sehr schwer für mich als Pazifist. Sehr strange für mich. Wie sie immer geflüstert hat. "Schlag mich" und ich hab mir die Hucke dabei
abgefroren und das tat der Stimme nicht gut.. der Erkältung schon. Jo dann nach Frankfurt/Oder. Das Set war der Hammer. Wir haben übelst laut gespielt. Hohe Energie wie die Sau. Brauchten die ersten paar Songs zum reinkommen. Da dachte ich schon ich bin nicht gut drauf. Die band hat übelst Enegrie geliefert. Das war wie ich mir Rock'n'Roll im Bestfall vorstelle. Erik hat immer durch mein Mikro gesungen. Wir also beide an dem Mikro. Gute Show. Bei den Zugaben waren wir aber schon so fertig, sodass wir kaum noch rumspringen konnten, die Finger und alles hat gezittert. Tee getrunken auf der Bühne. Die vorletzte Zugabe: Du fehlst mir - mit 7achtel Takt Teil. Und zum schluss lautes Ende. Erik zieht die 7achtel durch Mika driftet ab. Dann Mika noch mal auf den 7achtel drauf. das war Wahnsinn. Wir haben uns bei dem konzert wirklich selbst überrascht. Es war das vielleicht beste Konzert der Band. Wenn das so weitergeht muss ich ein Fitnessprogramm machen um das in Zukunft 2 Stunden durchstehen zu können. Es war einfach ein Fluss in dem wir geschwommen sind, wo Raum und Zeit nur noch scheinbar vorhanden waren. Wir spielen gefühlte Tage, Stunden oder doch nur 10 Minuten. In
der Welt waren es 90 Minuten. Jo dann ne Menge Cds verkauft und signiert. Ne Menge Lob bekommen:"völlig neuer sound", "noch nie sowas gehört", "stimme wie billy corgan nur anders."
Super! Kauft sich nie Cds aber von uns gleich 2 usw. Dann ab ins Zimmer. Joint Joint Joint. Dann ab zur Theke. Alk und Tee. Dann zur Tanzfläche. Zum Schluss gegen drei verabschiedete sich der Tag sehr romantisch mit einem Spaziergang mit einer tollen Frau zur oder im Nebel und verscheuchen von Raben. Ganz bezaubernd. die Jungs dachten ich schlafe schon und wollten mich schon verprügeln da ich den chlüssel für das Zimmer hatte aber da warich auch schon wieder da. Der Tag steckt mir heute noch in den Knochen muss ich sagen. Jo meine Band. Ich liebe sie. Auch wenn wir hier immer aufeinander rumhacken und Witze über die anderen reissen. Besonders natürlich über Erik.-)) Jo dann Hamburg. Erster Tag völlig kraftlos ein paar Songs gespielt. Wir übernachten bei Miss Alaska (heist wirklich so) trinken abends noch Wein und lassen es uns richtig gut gehen. Pony Bar.HH Tag 2
Wir können nicht das ganze Set spielen da Stimme zunehmends im Eimer.Stimmung super. Raum voll. Wir sind von Anfang an gut drin. Besonders gut fand ich den heute vorletzten Song. An das Meer und den letzten neuen Song i sing it in a song /// i paint it on the wall (hit). Jo heute morgen noch genüsslich gefrühstückt mit miss alaska. Der lifestyle plagt mich ein wenig.Mein Magen kommt nicht recht damit zurecht.. Jetzt geht es ab zum Fischmarkt Fischbrötchen essen!! juhuu.
Peter The Lifestyle-Verkrempler Piek
Rückblickend kann man sagen, dass alles gut war wie es gekommen ist. Gestern beehrten wir die Pony Bar in HH mit einem für unsere Verhältnisse einschlafliedlautem Unplugged- Konzert... Das ganze natürlich mit Drums, Stromgitarren und einer nicht zu bändigenden Energie. Wir hinterließen Staunen und Entsetzen vor allem aber eine Wolke positiver Energie. HH war in Gestalt des Riffs bereits einen Tag zuvor Station unseres Trosses. Hervorzuheben wäre die nette Barbesetzung und das hervorragende Catering. 2Kg Käse eine ungarische Salami und ein paar versteckte Cracker... MIKE hat sich verliebt!!!Frankfurt Oder... Oder nicht Oder dann doch anders, so lässt sich dieser Abend am ehesten beschreiben. Unerwartet hervorragend, mit oder ohne Komma lesbar. Entspannend, kalt und herzlich warm vollerKomplimente die nur eines Peter Piek würdig sind. Fazit... Peter hat kein Verständnis für meine Angst nachts bei gefühlten fünfzehn Grad unter null auf einer Treppe im Freien schlafen zu müssen, Autogramme geben löst in mir ein gewisses Schamgefühl aus... ABER bzw. vielleicht GERADE DESHALB, die Mucke war super. Berlin die Stadt der Städte, laut, dreckig, voller Snobs und Ignoranz, so ließe sich meine Einstellung zu dieser Stadt am besten beschreiben... vorher, danach ein bißchen! Hervor zu heben wären der Atti, ein toller Schlafplatz, die wohl netteste Frühstücksbedienung ever und eine grandiose konzertale Leistung durch OLSEN und PP. Wäre noch zu sagen, dass Peter die Sau, mir gerade mein Handtuch entwendet
hat... aber er wird es mir büßen... ich hab nämlich Läuse an
bestimmten Körperstellen...!
Der FrostbeulenBodo
7500 km später! Von Peter Piek Montag, 12. November 2007
Das war sie also. Meine erste größere Tour. 19 Konzerte in drei Wochen.
Die Dichte an Ereignissen ist so groß, dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll zu schreiben.
Ich möchte mich zunächst bedanken. Danke an die vielen unterschiedlichen Menschen auf der Tour. Viele tolle Menschen. Ich liebe die Menschen. Menschen und Musik. Darum geht es ja. Deswegen bin ich 7500 km auf der Autobahn gewesen um Musik und Menschen zusammenzubringen. Denn Musik muss gehört werden.
Dabei geht es nicht um mich. Ich bin nur so eine Art Medium. Ich spiele meine eigenen Songs und vermittle deren Inhalte. Eine Art Prediger der eigenen Ideen. Das Beste daran ist, dass es Spaß macht. Nicht immer. Himmlische und erdige Momente liegen auf Tour oft dicht beieinander. Aber das Wissen über den Sinn dessen was man tut. Schon das allein gibt einem ein gutes Gefühl. Und das geht nicht weg.
Peter Piek am 22.10.07
Montag, 12. November 2007
Nachtrag:
Jede Nacht in einer anderen Stadt. Eine andere Bühne. Ein anderer Sound. Ein anderes Publikum. Eine andere Luft. Auch der Geruch und die Sprache sind anders. Manchmal Regen, manchmal Sonne. Da Möwen, hier Sachertorte. Da Mittelalter, dort Barock, da Platte da Moderne. Die Vielfalt ist das Leben. Je vielfältiger umso besser. Die beiden Meerschweinchen die wir mitgenommen haben. Wir haben ja immer noch Mitfahrgelegenheiten mitgenommen (Grüße an Maria). Der Kampf um den finanziellen Durchbruch. (Hehe). Jo (Joachim), an Dich erinnere ich mich besonders gut. Ich denke ja immer, dass alle Menschen irgendwie gleich sind und das doch jeder Mensch etwas Besonderes ist. Beides zugleich ist richtig. Kein Widerspruch. Noch eine Erkenntnis: Die Naturgesetze sind auch bei einer Tour als geltend zu betrachten! Auch wenn das in gewissen Zuständen anders scheinen kann. Ich habe ja auch einen Song auf der Tour geschrieben. Vielen Dank für die Inspiration Elli.
Peter Piek am 06.11.07
Der Tag danach! von Josephine Wenk Freitag, 5. Oktober 2007
Der Tag nach einem himmlischem Peter P- Konzert ist immer der Schlimmste...Vor allem dann, wenn man die Nacht nur zwei Stunden Schlaf gekriegt hat um am nächsten Tag um sieben wieder aufstehen muss, um zum Praktikumsbetrieb zu fahren.Ich hab mich also durch diesen Tag gekämpft, in Gedanken immer noch am Vorabend hängend und bin den Leuten, die gerade bei myspace online waren, auf den Sack gegangen. Sorry. Die Wehmut zerfrisst mich.Der Nachmittag war aber nur für mich, die Musik und einen Haufen Taschentücher eingeplant."Meteorite Float" ist mein Lieblingslied. Ich war den Tränen nahe. Dieses Lied war noch /trocken/. In "Feel The Love" wurde es dann richtig nass. In "Sie ist blau" war es vorbei und ich hab geheult. Die Nase lief und so.Ich hab an meine weiße Decke gestarrt, die an der Wand in pastellcremeorange übergeht, meiner Lieblingsfarbe. Ich habe bemerkt, dass die Lampe schief angeschraubt ist. War ich nicht. Habe bemerkt, dass meine Pflanzen (zwei) braune Blätter haben. Abgemacht habe ich sie nicht. Wuchert auch ohne Hilfe.Dann lief "Underwater love song" und ich hab eine Schippe gezogen. Habe versucht, über nichts nachzudenken, was gar nicht so einfach war.Ich hab die ganze Nacht, außer zwei Stunden Schlaf, damit verbracht, über alles nachzudenken, habe mir Sachen so zurecht gelegt, wie sie sein könnten und anschließend alles wieder verworfen. Diese Nacht war grausam. Erstens, weil mir so dermaßen warm war, zweitens, weil ich eiskalte Füße hatte, drittens, weil ich nicht schlafen konnte und viertens, weil ich einfach nicht auf ein Ergebnis gekommen bin. Das wird mich alles noch ins Grab bringen. Game over, Josi, Schätzchen! Das wars!Dann fange ich an, wehmütig zu werden, wälzte mich in meinem Bett und habe Nackenschmerzen.Ich weiß nicht mehr, was ich zuerst denken soll. An /was /ich zuerst denken soll. Ich habe überlegt, ein Bild zu malen, aber schreiben ist immer noch mehr mein Element, als alles andere. Wenn ich schreibe, kann ich alles schreiben, was ich so nicht sagen könnte.Und dann möchte ich nach Hause. Was merkwürdig ist, denn ich bin ja zu Hause. Denke ich.Vermutlich. "Du fehlst mir" ist toll. Da musste ich lachen. Oh Mann, dass schifft übelst... la, la, la, la, la,la...Ich glaub, ich hab es überwunden, und hoffe, dass das nicht nach jeden Konzert der Fall sein wird.Das wäre fatal. Grausam. Ich würde nie wieder zum schlafen kommen.Jungs, Jungs, deshalb ist Hardcore so toll. Da kann man sich gleich bei der Musik abreagieren und nicht erst die Nacht danach.
:X von mir.
Das Untier, Part zwei! von Josephine Wenk
14.6.2007 Peter P/ Bernhard E Konzert in Magdeburg. Es ist ein Donnerstag. Es ist scheiße heiß und das alltägliche Problem der Frau rückt nach dem Duschen in den Vordergrund: Was zum Henker soll ich anziehen?Das es im Grunde nur ein Konzert ist, sei dahin gestellt. Aber für mich ist es was besonderes. Peter Piek wird da sein. The one and only.Ich entscheide mich für gedeckte Farben und stürze mich in den Alltag.Donnerstag, klugerweise mitten in der Woche, doch glücklicherweise fällt das Konzert in meinen Praktikumsmonat. Coolerweise in einer (beschissenen) Firma (Repro- Center in der Hegelstraße, für alle, die sich mit Randalieren abreagieren wollen) ein paar Straßen weiter.Das Warten war das schlimmste, ganz im Ernst. Und das mir die Füße wehtaten, aber da findet frau sich mit ab. Überhaupt kein Problem.Das Konzert machte alles wieder wett. Bernhard beginnt. Netterweise steht direkt hinter meinem Sessel eine Box. Ob beabsichtigt habe ich noch nicht herausgefunden.Er beginnt also und ich werde von der Stimme tatsächlich in den Sessel gedrückt. Ich habe zuvor noch nie eine solche Wahnsinnsstimme gehört. Mein Körper hat sich unwillkürlich aufgerichtet.Das Untier in mir erwachte aus einem Tiefschlaf und öffnete die Augen.Danach ist Peter dran, in Schlappen, aber trotzdem cool. Er hat große Füße.Die beiden Konzerte waren durchweg super, ernsthaft. Fand ich so. Und nicht nur, weil der Lautsprecher hinter mir stand.Und sorry, ich weiß, wir hätten mehr miteinander reden müssen.Ich bin maulfaul und schüchtern.Und das Untier gibt seinen Rest dazu... wenn man es nicht unter Kontrolle kriegt, ist man am Arsch, weil man dann irgendwas Ungewolltes tut. Und wollen wir das?Gelungene Konzerte immer wieder.:
*** von mir.
Das Untier! von Josephine Wenk
17.03.2007 Peter P Konzert in Magdeburg.
Es ist ein Mittwoch oder Donnerstag. Auf jeden Fall noch vor Samstag. Völlig unwissend hocke ich vor dem Laptop, dem mein Herz gehört... noch.Das Handy macht sich mit /Shinobi vs Dragon Ninja/ von /Lostprophets/ bemerkbar und wieder läuft mir ein Schauer über den Rücken, als Ian Watkins (dem mein Herz gehört... noch) Stimme ertönt.Hoa hat eine SMS geschrieben. "Samstag Konzert im Café Central. Peter Piek."Aha! "Stand in der Zeitung." Aaha!Ich gucke nach. Magdeburger Volksstimme. P16- Seite. Aaaaha! Da. Peter Piek.Aha- Erlebnis oberster Kajüte.Der Name ertönt und etwas altes, schlafendes regt sich in mir. Es will raus, das Untier.Ich stelle mir einen moppeligen Kerl mit komischem Bart und Brille vor. Und einer tiefen Stimme. Und seine Freundin in Mittelalterlook mit roten Haaren, die zu seiner Musik die Hüften schwingt. Beide trinken Met aus Holzbechern.Laura wird angerufen und mit eingespannt.Dann ist der Samstag da. Laura, Hoa und ich treffen uns vor Mc Donalds, der typischste Treffpunkt in Magdeburg, gleichzusetzen mit der Weltzeituhr in Berlin.Das Untier in mir piekt mir von innen in den Bauch. Es will raus, das steht fest.Dann gehen wir shoppen, wie Mädchen das nun mal tun. Bei Bijou Brigitte kaufen wir uns alle drei rote Haarreifen, die wir später am Abend noch aufsetzten werden. Wir sind ja so was von cool.Das Untier in mir reibt sich die Hände und lacht hämisch. Irgendwas passiert heut noch.Dann Sushi. Das Konzert ist erst mal vergessen, da ich angeblich mit dem Kellner flirte und er mit mir. Er heißt Heiko, erfahren wir, als wir die Bons kriegen.Anschließend machen wir uns auf die Suche und finden sofort das Café Central. So süß, dass ich mich nicht reintraue. Die Leute sehen aus, als wären sie alle älter als wir, was sie mit Sicherheit auch waren.Das Untier brüllt nun, es will rein und sich umsehen.Hoa hat sich Mut mit Sushi angefressen und geht als erste rein. Ich schicke ein leises /howdy/ in den Raum. Mein Blick fällt nach rechts. Ein dünner Kerl mit dunkeln Haaren, dunkeln Augen und blauem Pullover sitzt an einem Keyboard. Am liebsten hätte ich irgendwas gerufen. Nur, um Aufmerksamkeit zu kriegen.Das Untier in mir brüllt und tobt und schreit. Es winkt mit dem Zaunpfahl und stampft mit dem Fuß auf.Aha- Erlebnis der allerobersten Kajüte.Ich ziehe zwei Jacken aus. An diesem Tag bin ich ganz in Trauerkleidung mit rotem Haarreifen. Wir sind ja immer noch so was von cool!Hoa, Laura und ich nehmen gleich die Mega- Oma- Couch vor dem Eingang. Mein Blick rutscht auf unerklärliche Weise immer wieder zu dem Kerl an der Tür zurück. Ich werde wehmütig wie oft.Das Untier fängt an zu weinen.Wir bestellen was zu süffeln (noch ohne Alkohol) und lehnen uns zurück. Meine Gedanken schweifen ab. Peter Piek ist anders, als erwartet. Kein komischer Bart, keine Brille, keine rothaarige Freundin und kein Met aus Holzbechern. Kein Dudelsack, obwohl das sicherlich megascharf wäre. Das Untier wird bockig wie ein Kind, das nicht bekommt, was es will.Dann haut er ab und geht mit einer Frau irgendwohin, essen vermutlich, denken wir, hoffe ich.Das Untier in mir heult weiter, verzieht das Gesicht und speit Feuer.Irgendwann taucht er dann wieder auf und fängt dann auch irgendwann mit dem Konzert an.Ich fühl mich wie Butter in der Sonne.Das Untier in mir gibt endlich Ruhe und lauscht den wunderschönen Klängen und der hübschen Stimme.Laura und Hoa flüstern mir zu, ich solle nicht einschlafen. Ich träume doch bloß. Sie geben mir mit Blicken zu verstehen, was nur Frauen verstehen, die sich seit dem Kindergarten und der Grundschule kennen.Das Untier in mir schlummert vor sich hin.Die Wehmut stieg weiter an. Ich glaube, ich habe gewimmert und gejault wie ein Hund.Dann bestellten wir Baileys on ice mit Schirmchen. Meins war passenderweise orange.Ich weiß nicht, wie viel Alkohol ich gebraucht hätte, um die Wehmut darin zu ertränken, verdammte Gefühle.Das Untier hat wieder angefangen zu toben. Es ist zu allem bereit, nur ich nicht.Peter Piek hat mir durch die Musik klar gemacht, was für Gefühle ich noch besitze. Er hat ein Untier erweckt (na daaankeeeschööön).Die Musik hat mein Herz erwärmt...Sorry, ich muss mal weinen gehen...:
*** von mir.
Ich denke, da steht noch Großes bevor! von Franziska Schilcher Mittwoch, 26. September 2007
Heute vor einer Woche ?
? habe ich Peter Piek zum ersten Mal gesehen und gehört. Und ich bin nach wie vor schwerstens begeistert! Seine Songs begleiten mich seitdem tagtäglich von Gänsehaut-bekommend (?Rotes Papier", ?In your eyes") bis dahinschwebend (?Feel the love", ?Everybody feels the rain") durch den Alltag ? Daher möchte ich - zwar etwas spät - noch von meinen Eindrücken vom Konzertabend im Cafe Concerto in Wien schreiben.
Peter Piek war mir nur vom Hörensagen bekannt - ein Freund von mir (Bernhard Eder) ist mit ihm befreundet. Von Bernhard hatte ich den Eindruck, dass Peter Piek ein schräg-genialer Kopf sein musste. Ich war also sehr gespannt, was mich erwarten würde im Kellergewölbe des Concerto. Die Bühne in der Mitte des schmalen länglichen Raums und daher doch etwas ungewohnt, die ganze Tische-Bühne-Raumverteilung. Sehr intim irgendwie, auch weil anfangs noch kaum Leute da waren.
Ich sitze also direkt vor dem Geschehen. Vor Peter spielen Sophie und Lucka ihr (erstes) Set (auch schon sehr super, was die beiden draufhatten!) und dann steht Peter auf der Bühne, riesig groß und irgendwie etwas zurückhaltend wirkend. Ich kann nicht sagen, welches Lied das erste war, jedenfalls irgendwie komisch, diese Stimme aus seinem Mund kommend zu hören. Warum weiß ich nicht, aber war so irgendwie nicht zu ?erwarten" ? es dauerte allerdings nicht lange und es klang ganz selbstverständlich passend zu ihm. Beim Spielen der Songs ist er immer total konzentriert und wenn das Lied zu Ende ist, ein kurzes Lächeln von ihm in die Runde - sehr sympathisch sein ganzes Auftreten!
Erstaunlich finde ich seine deutschen Songs ? die klingen so gar nicht nach deutsch, nicht so hart, wie das meistens der Fall ist. Irgendwie erst aufs zweite Mal hinhören klar, ob Peter jetzt deutsch oder englisch singt. Und sein Gitarrenspiel ? einfach fantastisch!
Meistens vergleicht man Künstler ja sofort mit anderen Künstlern - stimmlich erinnert er mich am ehesten an Brian Molko, manchmal an Thom Yorke (?Underwater love song"), spieltechnisch manchmal Beck (?Du fehlst mir"), ganz am Anfang fühlte ich mich an Maximilian Hecker erinnert (das aber eher äußerlich und wegen Gitarre und Keyboard und so). In Summe aber ist Peter Piek einfach nur er selbst und dabei habe ich seine Malerei noch gar nicht erwähnt. Im Gespräch mit ihm merkte ich, dass er nur so sprüht von Energie und Tatendrang und das mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein - gut so. Ich denke, da steht noch Großes bevor!
Franziska Schilcher, Wien am 26. 9.2007
Feuchte Küsse! Von Ari Fuchs Montag, 24. September 2007
Fremde kleine Stadt, es ist schon dunkel. Die Computerstimme führt uns in eine Industriestraße. An Hausnummer 9 angekommen, unerwartet ein kleines Paradies. Kleine Sterne. Großes Wohnzimmer bestehend aus einer Ansammlung von 70iger Jahre Möbel. An der Wand unzählige verrückte Lampen, hinter der Bar ein fröhlich tanzender Besitzer, im L-club zusammen mit sympathischen Gästen. Hinter der Holzhütte ein Biergarten, der keiner sein will. Kichernd und es hat schon begonnen. Deine Worte explodieren in meinem Kopf. Wir leben. Wir hohlen Luft und tauchen ein. Lucka greift sich an seine Haare, wenn er seine Mütze abgesetzt hat. drei, vier Mal. Peter lacht, applaudiert, locker und frei. Er hüllt mich in eine Seifenblase. Ganz leicht und bei den ersten Akkorden. Vergessen und schwebend durch den Raum. Bunt kreisend grün, gelb, blau, hallo. Wir konnen alle Farben und Zwischentöne sehen. In eins-zwei Träumen. Und ich vermisse das Piratenschiff. Er träumt uns ans Meer, über die Steine und wellenküssend. Spüre den Meteoriden. Kleinkörper im Sonnensystem will die Welt verändern mit oder ohne Superkräfte. Die Erde dreht sich in entgegengesetzter Richtung. Peter streichelt sie melancholisch, aber liebevoll und er heilt sie. Die Zeit läuft allmählich rückwärts vorbei. Die Decke gestrickt aus zauberhaften Klängen, Melodien und meiner Lieblingsstimme hält mich warm. Es sind wie Küsse und Tränen, die einen berühren. Vielleicht sowas wie feuchte Küsse. Berühren, gerührt, umrührend. Ich kann nicht sagen, dass es zu Ende ist oder ich ein Ende sehe. Es sind Zwischenetappen und es ist immer anders. Hier in Würzburg ein ganz wunderschöner Abend an einem ebenso wunderschönen Ort.
Ari Fuchs, 23.09.07
Thome Yorke, Morrissey, Antony Hagerty und Peter Piek! Von Denis Mähne Sonntag, 16. September 2007
Tag 3: 15.09.2007 Kiel, Prinz Willy
Kurz nach 22:00 Uhr im ?Prinz Willy?: Die Atmosphäre ist gelöst, die Zuschauer sitzen entspannt an ihren Tischen, die Bühne ?im siebziger Retrolook liebevoll ausgestattet- ist in orange-rotes Licht getaucht. Peter Piek steht direkt in meinem Sichtfeld und beginnt auf seiner Gitarre zu spielen. Eine imposante Erscheinung; groß, schlaksig, Prinz Eisenherz Frisur und klassisches Gesicht. Er nimmt die Bühne sofort in Beschlag. Dann die erste Überraschung: Peter´s Stimme! Man hat das Gefühl sie würde gar nicht aus seinem Körper kommen, denn sowenig kann man sie mit dem Menschen überein bringen der da vor einem steht: zart, kindlich, hoch mit einer ganz eigenen, seltsamen Stimmfärbung. Eher die Stimme eines schüchternen Jungen. Wenn man länger hinhört und hinsieht denkt man aber: passt! Diese Stimme lässt mich nicht mehr los und berührt irgendetwas in mir. Das schaffen normalerweise nur wenige männliche Interpreten. Vielleicht noch Thome Yorke, Morrissey und Antony Hagerty. Er beendet ?Underwater Love Song?, legt die Gitarre weg und geht zum Piano am rechten Bühnenrand. Spielt ?In Your Eyes?. Peter ist sehr konzentriert und man hat das Gefühl er ist in seine Welt aus Farben und Tönen abgetaucht und man möchte ihm gerne folgen?
Irgendwann die nächste Überraschung: Peter kündigt einen deutschen Song an: ?an das Meer?. Was bei vielen Musikern, die normalerweise Englisch singen, ins lächerliche abrutschen würde, besteht er mit Bravour! Der Text ist ausgereift, lyrisch und fügt sich trotzdem problemlos in die Musik ein. Dieses und das nächste Lied ?Sie ist blau? wecken bei mir soviel Sehnsucht und ein wenig Melancholie, dass sie mit zu meinen absoluten Favoriten dieses Abends gehören! Es folgen ?Peter Piek´s 1st & 2nd dream?, Everybody Feels The Rain?, ?Feel The Love? und andere. Dann die Frage ans Publikum, mit welchem Buchstaben der nächste Song beginnen soll. Ich antworte ?Mit P wie People We Aren´t Free Enough.? Peter gibt mir zu verstehen das er ihn als letztes spielen wird, er aber noch einen Song mit P hat: ?Peewee Princess of Dau & Deh?. Er setzt sich wieder ans Piano, spielt und singt die beiden Lieder mit einer Intensität, dass mir vor lauter Staunen die Worte fehlen. Das Publikum klatscht begeistert und nach einer kurzen Pause gibt es noch eine Zugabe.
Nach 60 Minuten ist schon alles vorbei und auf dem nach Hause Weg frage ich mich: ist Peter Piek ein malender Musiker oder ein musizierender Maler? Ohne zögern komme ich zu dem Schluss: Beides! Und überragend gut!
Denis Mähne, 16.09.2007
Danke Denis!
Chaotisch aber glücklich
Tag 2: 14.09.07 Borken, Daffies Pinte
Nach fast endlosen Stunden auf der Autobahn erreichen wir unser vor zwei Tagen in eine andere Location verlegtes Ziel. Es ist bereits halb neun und die Daffies Pinte, so der Name des Lokals, ist zu diesem Zeitpunkt schon knackevoll. Natürlich fühlen wir uns in diesem Moment wieder extrem wichtig und reden uns ein, dass alle Gäste nur wegen uns da sind. Oder geht das immer nur mir so? Viele der Besucher sind schon randvoll und so knüppeldicht, dass es beim Aufbauen zu ersten Diskussionen kommt, in denen sie Peter unterstellen, dass er doch sicherlich gar nicht ordentlich Gitarre spielen kann. Ha, denkste Puppe! Peter wird euch schon zeigen was so alles geht mit einer Holzgitarre! Nächstes Problem besteht darin, dass keine Gesangsanlage aufgebaut ist, was von mir gegenüber dem Veranstalter eines Konzerts als sehr schwach bis dämlich zu bewerten ist. Aber wir sind ja nicht auf den Kopf gefallen und koppeln eben alles über Peters Gitarrenamp und drehen den Kasten bis zum Anschlag auf. Rock on Peter. Und was sehen meine übermüdeten Augen an der Bar? Jawohl, wieder diesen 12 Jahre alten Jameson Whiskey. Sollte ?Mister Jameson? uns etwa die ganze Zeit auf Tour wie ein Freund zur Seite stehen? Das wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. Auf jeden Fall freuen wir uns über soviel Verbundenheit und danken es ihm, indem wir uns genüsslich einen einschenken. Peter beginnt das Konzert mit einem altbewährtem Spiel: Er fragt das Publikum nach einem Buchstaben, welcher gleichzeitig der Anfangsbuchstabe des ersten Songs sein wird. Einer schreit P und Peter spielt peewee princess. Einen denkbar ungünstigeren Song hätte es zum Auftakt in dieser Höhle der haltlosen Betrunkenen kaum geben können. Das bestätigt mir auch Peter nach dem Konzert. Es gibt in diesem Club keine richtige Bühne und so steht Peter inmitten der rappevollen Bude und fühlt sich anfangs dabei sichtlich unwohl. Das waren die längsten sechs Minuten seines Lebens, wird mir Peter später erzählen. Nach dem Song kommt für uns alle ein wenig überraschend, aber umso schöner, ein Gewitter des Jubels. Die Borkener sind für mich seit diesem Abend die Weltmeister des Jubelschreis. Peter wird immer lockerer und spielt eine laute, schrammelige Version des neuen Songs undertow. Im Anschluss folgt leave this behind. Herrlich. Peter, ich liebe diesen Song. Darf ich ihn haben? Ganz und gar? Ich beginne zu träumen?! Ein paar Songs später wechselt er ans Klavier. Nach jedem Song werden die Leute lauter und klatschen sich die Hände wund. Jetzt hat er sie?Strike! Viele halten ihre Feuerzeuge Richtung Decke und neigen dadurch unentwegt in Richtung Kitsch. Bei people we aren`t free enough fällt so ein abgefuckter Teilzeitalkohliker auf Peters Gitarre. Sein persönliches Todesurteil, denke ich mir noch so und schon beginnt das Theater. Peter hört verständlicherweise auf mit spielen und fängt an diesen Klops zu beschimpfen und fordert zu Recht den nötigen Respekt gegenüber seiner Musik, seiner Kunst. Kurzzeitig überlege ich, ob ich diesen Trunkenbold mit einer Flasche Jameson Whiskey erschlage, komme aber schnell von diesem Gedanken ab, weil das unser finanzielles Budget der Tour sprengen würde und außerdem bin ich selbst viel zu betrunken für solch waghalsige Aktionen. Prost! Es entfacht ein heftiger Streit im und mit dem Publikum und Peter tut das einzig Richtige und beantwortet und beendet den Tumult mit einem Song. Er spielt noch mal people we aren`t free enough und beendet dann das Konzert mit feel the love. Auch dieses Lied werde ich in einem handschriftlichen Schreiben adoptieren. Ein Hit aus Peters Hitfabrik. Der heutige Abend war trotz allen Zwischenfällen und Pannen um einiges besser als der in Bamberg. Peter wirkte und war eingespielter, lockerer und befreit. Das kann für die nächsten Wochen auf Tour nur Gutes bedeuten und fast völlig zufrieden fahren wir nach Münster um dort bei Lucka zu pennen, nachdem wir uns einen Borkener Döner reingepfiffen haben. Mahlzeit und bis morgen in Kiel.
Tourauftakt von Peter Piek solo und unplugged Freitag, 14. September 2007
Tag 1: 13.09.07 Bamberg, Bluesbar
Das Warten hat ein Ende. Peter Piek begibt sich, solo und unplugged, auf große Deutschlandtour und bereist die schönsten Städte der Republik. Als erstes steht die Bamberger Bluesbar als Reiseziel auf dem Plan. Ein uriger Club mitten in der Fußgängerzone von Bamberg. Durch diese zieht es uns auch gleich um ordentlich Flyer und Informationen zu verteilen, damit am Abend dann die Bude der Bluesbar anständig gerockt werden kann, soweit das mit der Akustikgitarre möglich ist...Und ob das möglich ist! Wer Peter mit seiner Gitarre schon mal live erlebt hat, der weiß wovon der Verfasser hier schreibt und schwärmt. Nach einigen lustigen Gesprächen mit den verrückt sympathischen Ureinwohnern des Frankenlandes in der Bamberger Innenstadt, geht es leicht nervös zum Club, in dem man dann auch schon mal 12 Jahre alten Jameson Whiskey trinken kann und vermutlich auch wird. Peter und ich haben vor solch hochprozentigem Gesöff im Normalfall eigentlich zu großen Respekt, aber vor lauter Nervosität gönnen wir uns ein Schluck des edlen, uralten Getränks...buah, jetzt kann nix mehr schief gehen, denken wir uns und sollten damit Recht behalten. Die Franken sind allerdings ein schwieriges Völkchen und so dauert es auch eine kleine Weile, bis das Publikum die magischen Momente eines Peter Piek- Konzert spüren und genießen kann. Ja ja, die Franken, erstmal skeptisch und unterm Strich dann doch über beide Ohren verliebt...! Im Übrigen entfaltet der 12 Jahre alte Jameson Whiskey erst zu späterer Stunde und nach mehreren Anläufen erst so richtig seine Qualität. Oder lag das einfach nur an der verzehrten Menge? Oder die Kombination mit dem klassisch fränkischem Starkbier? Wir werden es so schnell nicht erfahren...!
Bis Peter...äh später!
Aus der Sicht und mit den Worten von Josephine Wenk Mittwoch, 12. September 2007
"Meteorite Float" ist mein Lieblingslied. Da habe ich beinahe
angefangen zu weinen. Dieses Lied war noch /trocken/. In "Feel The
Love" wurde es dann richtig nass. In "Sie ist blau" war es vorbei und
ich hab geheult. Die Nase lief und so. Ich lag auf meinem altrosarot-
farbenem Teppich mit weinroter Umrandung. Erst auf dem Bauch. Hab mir
die Nase zugehalten, in der Hoffnung, sie würde aufhören zu laufen.
Dann habe ich mich auf die Seite gedreht, in Embrionalstellung. Wie
eine Katze vor einem Kamin. Habe mich an das Kabel des Kopfhörers
geklammert, als würde er sich wegschlängeln wollen wie eine Schlange.
Ich hab noch eine Weile geschnieft anschließend. Die Augen waren immer
noch nass, die Nase lief immer noch. Anschließend legte ich mich auf
den Rücken. Kopf auf das Schaffell, die linke Hand umkringelt von
Kopfhörerkabel, die rechte auf dem Bauch, da, wo man die Rippen spüren
kann. Ich sollte dringend etwas essen. Ich hab an meine weiße Decke
gestarrt, die an der Wand in pastellcremeorange übergeht, meiner
Lieblingsfarbe. Ich habe bemerkt, dass die Lampe schief angeschraubt
ist. War ich nicht. Habe bemerkt, dass meine Pflanzen (zwei) braune
Blätter haben. Abgemacht habe ich sie nicht. Wuchert auch ohne Hilfe.
Dann lief "Underwater love song" und ich hab eine Schippe gezogen.
Habe versucht, über nichts nachzudenken, was gar nicht so einfach war.
Ich hab die ganze Nacht, außer zwei Stunden Schlaf, damit verbracht,
über alles nachzudenken, habe mir Sachen so zurecht gelegt, wie sie
sein könnten und anschließend alles wieder verworfen. Diese Nacht war
grausam. Erstens, weil mir so dermaßen warm war, zweitens, weil ich
eiskalte Füße hatte, drittens, weil ich nicht schlafen konnte und
viertens, weil ich einfach nicht auf ein Ergebnis gekommen bin. Das
wird mich alles noch ins Grab bringen. Game over! Das wars! Dann fange
ich an, wehmütig zu werden, wälzte mich in meinem Bett und habe
Nackenschmerzen.. Ich weiß nicht mehr, was ich zuerst denken soll. An
/was /ich zuerst denken soll. Ich habe überlegt, ein Bild zu malen,
aber schreiben ist immer noch mehr mein Element, als alles andere.
Wenn ich schreibe, kann ich alles schreiben, was ich so nicht sagen
könnte. Ich hätte jetzt Bock auf Halloween. Ich habe oft Bock auf
Weihnachten. Und dann möchte ich nach Hause. Was merkwürdig ist, denn
ich bin ja zu Hause. Denke ich. Vermutlich. "Du fehlst mir" ist toll.
Da musste ich lachen. Oh Mann, dass schifft übelst... ich mag rote
Beete... sie hat eine tolle Farbe... so... rotebeetig, denk ich mal...
la, la, la, la, la,la... yeah! Ich denke, wenn du "Feel The Love" mal
live spielst, muss ich anfangen zu weinen. Dann musst du ganz schnell
"Du fehlst mir" hinterherschicken. Ah, keine Ahnung. Ich brauche
Urlaub. Ach ja, der Song... ich hab ihn einfach so geschrieben, ohne
groß auf das Englisch oder die Grammatik zu achten.
I walk away in the rain.
I walk away in the rain.
Im not so far,
Im not so far how you think.
I walk alone in the dark streets.
I walk alone in the dark streets.
And I meet myself in my mind.
Well.
I must think.
I must think about the day, the hours, the minutes, the seconds, me.
I must understand, what it means.
Whatever...
Im soon.
Im late.
I must sleeping in my bed.
i dreamed...
i dreamed about this day.
Es hat noch keinen Namen. Vielleicht "0:16 Uhr" oder "The Song After A
Peter Piek Concert".
Fuck verdammte Scheiße...
Queens of the stone age machen das jetzt auch nicht besser.
Josephine Wenk, 06.07.07
Gnadenloser Absturz und der wunderschöne Tag danach Sonntag, 19. August 2007
Tag 5: 11.August`07 Beach Party in Heiligenstadt
Heute sind wir wieder on the road in Eriks Personenkraftwagen, diesmal zu viert. Zu viert! Zu viert inklusive 2 Gitarren, Bass, Orgel, Orgelständer, diversem Schlagzeugzubehör und Schlafsäcke und Zelte für vier Personen, teilweise nicht verpackt. Was dazu führt, dass ich für mich eine Sitzfläche von ca. 30x30 cm zur Verfügung habe, zweieinhalb Stunden lang! Ja, das ist eine versteckte Kritik zur Transportpolitik während unserer Tour. Aber fuck of...that`s Rock`n Roll life, oder so ähnlich! Angekommen ergibt sich uns ein typisches Bild eines Kleinstadtfreibades. Aber wo ist der Strand der Strandparty? Er wird auch Stunden später nicht gefunden, aber deswegen sind wir ja auch nicht hier. Auch hier treffen wir sehr gute, alte Bekanntschaften mit denen wir im Laufe des Abends noch eine Menge Spaß haben werden. Der Soundcheck verläuft ohne größere Probleme und somit können wir uns ganz entspannt der Vorabendgestaltung widmen: Bier trinken und Volleyball spielen. Es kommt zum großen Showdown zwischen den beiden Bands Peter Piek & the colours und wonderland avenue, die am Abend nach den Jungs spielen wird. Von vorneherein ist eins klar: Die Heiligenstädter Rockband hat nicht den Hauch einer Chance gegen die unbändige Macht aus Leipzig. Und so lautet das Endergebnis nach 45 Minuten 3:0 nach Sätzen für Peter Piek und seine Farben. Es stellt sich auch hier heraus, dass Mike und Erik die absoluten Sportskanonen sind. Peter und ich halten unsere sportlichen Fähigkeiten eher im Hintergrund. Ist auch nicht notwendig bei dem Gegner(Herr Eschbert und Herr Isengart, ich hoffe ihr könnt mir verzeihen?!). Die Jungs spielen als erste von drei Bands und fangen so gegen 21.45 Uhr an, wobei zu erwähnen ist, dass sich zu diesem Zeitpunkt das Freibadgelände erst richtig zu füllen beginnt. Peter eröffnet das Konzert ganz allein auf der Bühne mit einem nagelneuen Song namens ?leave this behind?! Das ist ein ÜBERHAMMERHARTERSUPERSONG!!! Nach 20 Minuten Spielzeit ist es knackevoll und die Stimmung steigt zunehmend. Ob das nun an der Band lag, sei dahin gestellt?ich würde behaupten ja! Das würde ich sogar unterschreiben! Auch heute scheint wieder alles zu klappen, aber Peter wirkt manchmal leicht angefressen wegen den übermütigen, besoffenen Dorftrotteln, die sich unters Volk gemischt haben und unnötige Unruhe verbreiten. Wäre ich ein Berg von einem Mann, würde ich sie entfernen. Tue ich aber nicht, weil das mit dem Berg sein nicht ganz bis gar nicht zutrifft. Trotz allem lässt sich Peter nicht den Spaß an der Sache verderben und liefert spitzenmäßig ab. Während des Konzerts ergibt sich durch die gesamte Band folgende Ansage: Mike sagt:?So Leute, der nächste Song ist der pure Rock`n Roll!? Erik darauf: ?Ja genau, wir wollen euch jetzt richtig rocken sehen!? Mike wieder: ?Ja, richtig rocken sollt ihr!? Die beiden sind also gerade dabei dem Publikum so richtig einzuheizen. Dann meldet sich plötzlich und völlig trocken der Peter zu Wort:? Hmm, ist nur ein bisschen blöd Jungs. Der nächste Song ist nämlich ein Popsong!? Erik und Mike können darauf gar nichts mehr sagen und im Publikum herrscht lautstarkes Gelächter. Super, damit ist der Knoten der Sympathie endgültig geplatzt und die Jungs haben nicht mal bewusst was dafür getan?ich liebe diese Typen! Der Rest des Sets wird gut bis sehr gut durchgezogen. Während des Konzerts fragt mich ein Mädchen, ob Peter ursprünglich aus Großbritannien kommt! Spontan antworte ich mit ja! Darauf sagt sie, dass man das sofort gesehen hat? Ist schon klar, bis bald! Im Anschluss an das Konzert verkündet Peter, dass am Bühnenrand Peter Piek - CDs und Buttons verkauft werden. Hah, das ist mein Job und ich fühle mich auf einmal sehr nützlich. Ich verkaufe tatsächlich meine erste CD (Danke Kathleen) und drei Buttons (Danke Anne, Kathleen und Henne)! Ich bin überglücklich und verkünde am Auto voller Stolz meine gelungenen Geschäfte. Peter reagiert doch eher verhalten. Egal, meine erfolgreiche Verkaufsaktion kann mir keiner mehr nehmen. Irgendwie herrscht in der ersten halben Stunde nach dem Gig eine angespannte Stimmung innerhalb der Band. Jetzt bin ich also als Ruhepol gefragt. Ich entschließe mich für den geringsten Weg des Widerstands und bringe den Jungs jeweils ein Bier und einen Kräuterschnaps. Spontan schlägt die Stimmung zwar nicht um, aber nachdem ich diese eine Methode des Öfteren wiederholt habe, können sie gar nicht anders als gut drauf zu sein. Gegen drei Uhr verlassen wir das Freibad in Richtung Eschberts Wohnung um dort nach einer faszinierenden Jamsession an E-Drum, Bongos und Ukulele endgültig abzustürzen. Am Ende trinken wir sogar Eierlikör aus der Flasche und das soll was heißen. Schmerzgrenze wo bist Du? Gegen halb sieben Uhr morgens lege ich mich angemalt ins Bett- Erik konnte seine überschüssige Energie nicht anders abreagieren und hat sich kurzerhand dafür entschieden, mich besoffenes Etwas anzumalen- und versuche neben Mike einen ruhigen Schlaf zu finden. Dass das nichts geworden ist und Mike ab sofort nur noch Die Säge genannt wird, konnte dem gelungenen Wochenende nicht schaden. Nach einem ausgiebigen Frühstück, so gegen eins, fahren wir in Annes Garten und veranstalten spontan ein Tischtennisturnier. Wer das gewonnen hat, muss ich an dieser Stelle nicht erwähnen?Säge, Säge, Säge?!
An dieser Stelle möchte ich mich im Namen aller Beteiligten bei Anne und Eschbert für dieses wunderbare Wochenende bedanken. Ich hoffe ihr verzeiht uns das hinterlassene Chaos.
Ihr seid so gute Menschen?!
Ein Kraftakt für alle Beteiligten
Tag 4: 3./4. August `07 Schackstock-Festival
Das Schackstock-Festival ist das kleinste, gemütlichste, überschaubarste und sympathischste Festival auf dem ich jemals sein durfte. Übers ganze Wochenende zählen die Veranstalter ca. 600 Besucher. Von den 6oo Besuchern kenne ich ca. 550 persönlich und somit ist es für mich und auch für viele andere Besucher mehr als nur ein Musikfestival. Man trifft hier die alten Freunde von früher, schwelgt in Erinnerungen, trinkt unzählige, alkoholische Kaltgetränke, tanzt bis zum Morgengrauen und lässt sich ohne Kompromisse einfach gehen. Ich bin Freitag gegen 20 Uhr angekommen und hatte bereits gegen 21.30 Uhr die ersten Gleichgewichts- störungen. Man muss sich das so vorstellen: ?Ey Alter, was geht`n ab bei dir? Lang nicht mehr gesehen. Komm lass uns erstmal ein trinken gehen!? An der Bar angekommen der nächste Kontakt: ?Mann, du auch wieder hier? Wenn ich dich schon mal hier an der Bar treffe, dann lass uns doch gleich mal einen trinken!? Und dann im Anschluss auf dem Weg zum Lagerfeuer schon wieder eine alte Bekanntschaft: ?Hey super du auch da. Wollte gerade zur Bar, bring dir gleich noch ein Bier mit!? Und so geht das eben den ganzen Abend, die ganze Nacht, eigentlich das ganze Wochenende weiter! Peter Piek und seine Farben reisen erst am Samstagnachmittag, pünktlich zum Volleyball und Fußball-Turnier, an. Ganz spontan bildet Erik mit alten, aktuellen und spontan neu kennen gelernten Freunden eine Fußballmannschaft mit dem coolsten Namen des Turniers: Traktor Erik Igel (wichtig dabei ist, dass man Igel wie unseren süßen europäischen Igel schreibt und die ganze Sache nicht veramerikanisiert in Form von Eagle, klar?!)! Am Ende sollte es tatsächlich zum dritten Platz (von acht teilnehmenden Mannschaften) reichen. Der Erik hat?s eben voll drauf! Was der alles kann?Neid macht sich in mir breit! Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich schon wieder so dermaßen abgeschossen, dass ich für den restlichen Abend nicht mehr in der Lage bin, ordentlich gepflegte Konversationen zu betreiben. Nach dem sportlichen Rahmenprogramm geht?s direkt wieder zum Festivalgelände. Ein ausgewogener Kurzschlaf sorgt für die nötige Energie, um den Abend würdevoll zu beenden. Peter Piek und die Farben spielen gegen 21.30 Uhr ohne Soundcheck und das ist der bisher kraftvollste Auftritt, den sie vor meinen Augen und Ohren abgeliefert haben. Mike ist heut am Schlagzeug wie ein wildes Tier. Die Snare peitscht übers Gelände, die Bassdrum lässt den Boden vibrieren und die Becken klirren und knallen jedem Besucher durchs Gesicht. Unglaublich! Und dabei sieht er so aus, als ob er gerade Blumen pflücken war. Eriks Bass tut weh. Er wummert mir durch den Magen und erinnert mich an die unzähligen Kräuterschnäpse vom Vorabend. Er brummt durch meinen Schädel und lässt mich dadurch für einige Augenblicke alles vergessen. Die heutigen Tanzeinlagen der Band verlangen nach mehr davon. Was die Jungs wirklich sehr gut beherrschen, ist das Entertainment- Geschäft. Jeder der drei bringt sich an richtiger Stelle mit ein und hat damit die ungebremste Sympathie der Festivalbesucher auf seiner Seite. Die Kombination aus Rock`n Roll, Humor, Kraft, Spontanität und Bewegung sollte heut zu 100 Prozent perfekt sein. Peter wirkt entspannt und zufrieden. Das merkt man daran, dass er die ganzen 6o Minuten durchgrinst(?oder warum bist du so easy drauf gewesen Peter?)! Er fragt das Publikum nach eventuellen Songwünschen und tatsächlich melden sich zwei, drei Leute, die nervös ihre Lieblingssongs Richtung Bühne schreien. Prompt werden sie erfüllt, auch meiner. Nach dem Gig räumen wir im Eiltempo unser Zeug ins Auto, um uns nach kurzer Fehlerauswertung (Können denn die Typen nie zufrieden sein?!) ins Partygetümmel zu stürzen. Na ja ehrlich gesagt, war ich persönlich nie weg von der Partycrowd! Es geht so weiter wie wir das Wochenende begonnen haben, mit dem Unterschied, dass jetzt die Farben mit am Start sind, was wiederum bedeutet, dass der Abend noch heftiger enden wird als der zuvor. Gegen 4.30 Uhr verabschieden wir uns in unsere Schlafkojen, nachdem wir chillend am Lagerfeuer den Abend ausklingen ließen. Ich weiß nicht wie es den Anderen geht, aber ich habe mich nach drei Tagen immer noch nicht vollständig auskuriert?Ich liebe das Schackstock-Festival!!!
Der internationale Durchbruch? Oder anders: Wir nehmen alles mit, was kriegen können!
Tag 3: Open Air, Chumutov (CZ)
Jawohl, endlich ist es soweit! Peter Piek und seine Farben steigen zur international super group auf. Vorerst im kleinen, aber sehr feinen Stil. Wir sind heut zu Gast bei unseren benachbarten Freunden in Tschechien. Peter ist aufgrund einer Ausstellung seiner Bilder schon einen Tag eher nach Chumutov gefahren. Wie sich schnell heraus stellt, weiß keiner so richtig wo und wann die Jungs spielen und diese Tatsache sollte sich bis zum Abend hinziehen. Spannend, oder?! Voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer treffen wir uns schon Vormittag bei Erik zum frühstücken. Erstmal eine ordentliche Grundlage schaffen und so, ne?! Danach geht?s ab zum Proberaum aus dem wir gefühlte vier Tonnen Equipment in Eriks kleinen Skoda Fabia geladen haben. Skoda? Tschechien? Die können uns dort nur lieben und mit offenen Armen empfangen?denkste Puppe! Noch schnell Mike abgeholt und auf geht?s in die weite Welt. Zumindest soweit, bis einer von uns auf die Idee kommt in die Runde zu fragen, wie wir denn eigentlich genau fahren müssen?entsetzlich langes Schweigen wird von Mike unterbrochen, der glücklicherweise vor Abfahrt noch mal in den Atlas geschaut hat. Super Mike. Auf unseren Stammesältesten ist halt Verlass. Und ja ich weiß, dass das im Normalfall zu meinen Aufgaben als Tourbegleiter zählt, aber man muss sich ja erstmal an alles gewöhnen und vor allem eine gewisse Routine reinbringen. Ich betrachte das als einen typischen Anfängerfehler in meinem Schnupperkurs...Hoffentlich überstehe ich meine Probezeit! Leipzig-Karl Marx Stadt-Marienberg-Chumutov! Das sind unsere vier Eckpfeiler und das sollte uns zur Orientierung auch reichen. Das nächste kaum überwindbare Problem stellt sich noch in Leipzig zur Schau: Erik hat sein Hochleistungsradiobedienteil vergessen oder verloren oder was auch immer. Jedenfalls ist das für mich, dem größten Musikjunkie ever, ein verdammt großes, aber leider unlösbares Problem! Scheiße! Mindestens sechs Stunden für Hin- und Rückfahrt ohne Musik? Erik, wer hat Dir im Moment des Packens bloß ins Gehirn geschissen? Shit happens! Die Fahrt sollte trotz allem ein gar lustiges Unterfangen werden. Ich liebe ja diese ?Du erzählst was von dir und ich erzähl was von mir? ? Gespräche. Und so erfahre ich doch einiges, z.B. über das Zusammentreffen der Band, über Zukunftspläne und über die bandinternen Problemchen, insofern man von Problemen reden kann. Was aber das schönste ist: Ich erfahre exklusive Privatangelegenheiten der Jungs, jedenfalls von Erik und Mike. Mike zum Beispiel ist gerade frisch verliebt und hat absolut kein Auge für irgendetwas anderes. Ist das jetzt eigentlich falsch wenn ich hier öffentlich über Mikes Privatleben berichte? Egal, die ganze Welt soll an seinem Glück teilhaben. Ohne größere Probleme erreichen wir die Grenze und begegnen sehr freundlichen Beamten. Ein kurzer Blick auf unser oben erwähntes, vier Tonnen schweres Gepäck lässt den Zollbeamten nur auf eins zurück schließen: ?Hey Jungs, mit so viel Gepäck wollt ihr wahrscheinlich in den Urlaub?? Vielleicht ist das ja so ein Grenzbeamtenzeitvertreib: ?Wir raten jetzt mal wo die nächsten Leute hin wollen. Ich tippe auf Urlaub in Ungarn. Oder nein, ich tippe auf Staßenstrich 500m landeinwärts!? Ist ja sonst nicht viel los da an der Grenze! Erik erklärt ihm, dass wir auf Konzertreise sind und ich komme mir, aus unerklärlichen Ursachen, auf einmal sehr wichtig vor. Die tschechische Beamtin ist weniger bis gar nicht freundlich und Mike und ich führen in diesem Augenblick folgenden Dialog: ?Du Mike, die zieht aber eine Fresse. Wie drei Tage Regenwetter!? Mike sagt: ?Schau mal Philipp, die hat ihre Hand direkt an ihrer Pistole!? Ich dachte ich seh nicht richtig, aber die gute Frau hat doch tatsächlich bei unserer Anfahrt zur Grenze ihre Waffe gezückt. Sofort habe ich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend und fühle mich fortan nicht willkommen. Weiter geht?s! Wir erreichen ohne größere Umwege Chumutov. Doch dort beginnt das große Suchen erst richtig. Wohin müssen wir? Schnell Peter anrufen und uns den Weg beschreiben lassen. Peter sagt, wir sollen einfach den Plakaten der Veranstaltung folgen. Wird aber unheimlich schwer, wenn kein Plakat zu sehen ist. Und das Schärfste kommt jetzt: Es hängt in der ganzen Stadt kein einziges Plakat, weil es in Tschechien verboten ist Plakate zu kleben. Warum Peter, der alte Spaßvogel, uns dennoch die nicht vorhandenen Plakate als Orientierungshilfe angeboten hat, bleibt bis zum heutigen Tag sein alleiniges Geheimnis. Jedenfalls trudeln wir gegen sechs am Veranstaltungsort ein. Und was wir da vorfinden raubt uns den Atem?Märchenkulisse mit allem was dazu gehört. Ein unglaublich schöner Anblick den wir erstmal einige Minuten im Stillschweigen genießen. Jetzt kann nichts mehr schief gehen, denke ich mir noch so. Schnell aufbauen und Soundcheck durchziehen. Letzterer geht in Rekordzeit über die Bühne, wie alle Beteiligten feststellen. Noch nie hat einer von uns in so kurzer Zeit einen so professionellen Soundcheck erlebt?Wahnsinn was die tschechischen Tonzauberer so drauf haben. Das Essen ist schlecht bis grottenschlecht, aber der Kohldampf erlaubt keine Reste auf dem Teller. Vor dem eigentlichen Konzert findet die erwähnte Ausstellungseröffnung statt, die aber zu 95% auf tschechisch kommentiert wird?also wir nix verstehen. Aber wie lautet die Devise? Dabei sein ist alles! Danach folg ein kurzes Set, bestehend aus drei Songs, die die Besucher allesamt vor der Bühne versammelt, um dann anschließend zur nächsten Kunstausstellung, in Form einer abgefahrenen Video-Performance zu führen. Bis dahin alles vollkommen genial. So, Performance ist vorbei. Jetzt beginnt der Ernst des Abends. Die Jungs bewaffnen sich mit Ihren Instrumenten und ich mit Videokamera und Fotoapparat. Der Eröffnungssong raubt mir schon wieder meine Sinne und ich beginne zu träumen. Die Kulisse, die Band, die Musik, die Atmosphäre, alles passt zusammen, wie nur irgendetwas zusammen passen kann. Plötzlich fällt mir auf, dass die Veranstalterin sehr nervös neben der Bühne auf und ab läuft. Ich ahne nichts Gutes. Der erste Song ist vorbei und die gute Frau stürmt die Bühne und erklärt den Jungs, dass die Veranstaltung nur bis 22 Uhr angemeldet wurde und die tschechischen Beamten nicht lange fackeln und den Laden zur Not auch stürmen würden, wenn nicht pünktlich das Licht und der Ton abgeschaltet wird. Zu diesem Zeitpunkt ist es exakt 22.05 Uhr. Ich brauche nicht erwähnen, dass die Jungs absolut frustriert sind und es einfach nicht glauben können. Erik ist erstmal für 15 Minuten verschwunden und reagiert sich vermutlich an hilflosen, tschechischen Laternenmasten ab. Ich versuche so aufmunternd wie nur irgendwie möglich zu sein, aber ich scheitere kläglich. Wir entscheiden uns, alles gleich abzubauen und direkt wieder in Richtung Heimat zu fahren. Unterwegs reden wir nur das Nötigste. Als wir vier Stunden später in Leipzig eintreffen, entscheiden wir uns spontan, bei mir zu Hause ordentlich abzustürzen. Das sollte uns auch vorbildlich gelingen! Gegen vier Uhr morgens verabschieden wir uns und schwören uns, dass beim nächsten Roadtrip alles besser wird.
Heimspiel
Tag 2: 31.05.07, Kulturbundhaus Leipzig
Freude, Freude, Freude. Schon morgens schlackern mir die Knie, wenn ich an den heutigen Abend denke. Mein zweites Peter Piek Konzert steht an und nichts kann mich davon abhalten dabei zu sein. Ich bin nervös, so als ob ich selbst mit auf der Bühne stehen müsste. Ist aber nicht so, von daher?ruhig bleiben. Leider ist schon am frühen Abend abzusehen, dass der Veranstalter nicht viel bis gar keine Werbung für das Konzert gemacht hat. Und somit trudeln bis zum Konzert nicht mehr als 50 Leute ins Kulturbundhaus. Wie mir die Jungs berichten, war die Vorbereitung auf das heutige Konzert der reinste Horror. Nicht genügend Monitore, sowie Kabel, Boxen, Mikroständer und so weiter und so fort! Und so kommt es, dass zum eigentlichen Konzertbeginn erst der Soundcheck stattfindet, allerdings ohne größere Probleme. Ich persönlich liebe ja Soundchecks, solange ich nicht selbst daran beteiligt bin. Zum Beispiel dieses Bild der völligen Verzweiflung wenn irgendetwas absolut nicht funktionieren will. Die spürbare Wut der Akteure über den völlig verkappten Tontechniker am Mischpult, der ständig, auch bei den größten Problemen, eine Arschruhe an den Tag legt, die nur noch wütender mach! Der sich halb die Finger wundspielende Leadgitarrist nebenan, der eigentlich nur mit einer Tracht Prügel zu besänftigen ist! Wie? Noch nie solche Erfahrungen gemacht? Okay, meine Kapelle ist also doch anders. Egal. Nichtsdestotrotz (was für ein wunderschönes Wort) wird es ein wunderbarer Abend und ein noch viel wunderbareres Konzert. Peter, Erik und Mike sind in Bestform und die anfänglichen Schwierigkeiten werden durch dezente Hinweise Richtung Tontechniker nach ein paar Sekunden wettgemacht. Peters Ansagen zwischen den Songs sind für mich schon jetzt legendär. Er bittet doch tatsächlich die wenigen Zuschauer, die ganz verschüchtert am Rande des Saals sitzen, mit ihren Stühlen nach vorne zu kommen und sagt, dass sie sich doch direkt vor der Bühne wieder auf ihre Stühle setzen dürfen. Gesagt getan. Gut die Hälfte der Leute gehen, samt Stühlen, nach vorn und setzen sich in die erste und zweite Reihe. HALLO??? Wir sind hier auf einem verdammten Rockkonzert!!! Sitzen könnt ihr in der Oper, im Gewandhaus und auf jeden Fall beim kacken, aber nicht bei einem fucking Peter Piek ROCKkonzert! Verstanden? Gut! Ich muss wohl noch mal mit Peter über die Gewohnheiten eines Rockkonzerts reden?! Auf jeden Fall übertreffen sich die Jungs selbst und bringen wieder diese seltsame Energie in den Saal, die jeden, der da ist, sofort fesselt und bis zum letzten Song nicht mehr los lässt. Als Zugabe, die sie heut aufgrund der tollen Stimmung nun doch bringen, spielen sie einen noch völlig unbekannten Song, den sie ein paar Tage zuvor bereits als Demoversion aufgenommen haben. Auch das wird ein Hit. Den Rest des Abends durchleben wir mit diversen alkoholischen Getränken am Veranstaltungsort und in einer benachbarten Bar. Gegen 1.00 Uhr fällt mir schlagartig ein, dass ich am nächsten Morgen wieder pünktlich, erholt, nüchtern und nicht zerknittert bei meinem Arbeitgeber erscheinen muss. Ich schwinge mich auf mein von mir so sehr geliebtes Fahrrad und düse entlang der Karl-Liebknecht-Straße in Richtung Heimat Connewitz. Ach übrigens: Das mit dem nicht zerknittert aussehen hat nach Aussagen des Arbeitgebers nicht geklappt.
Der erste Kontakt Samstag, 18. August 2007
Peter Piek& the colours
Tage mit Peter und seinen Farben auf Tour
Tag 1: Mittwoch 16.05.07, Warm up Gig zum Schackstock Festival, Elsnig
?Ist das noch Indierock?? fragte mich Erik nach meinem ersten Peter Piek and the colours Konzert, welches genau 30 Minuten vorbei war und mich noch immer nicht los lies. Zu diesem Zeitpunkt saßen wir zu viert in Eriks neuem Personenkraftwagen, nachdem wir Verstärker, Gitarren, Orgel, etc. eingeladen haben und bei einem gemütlichen Bier über den eben zu Ende gegangenen Gig philosophierten. Neben mir saß Peter Piek. Der Peter Piek, der soeben eines der leidenschaftlichsten Konzerte gespielt hatte, die ich je sehen und hören durfte. Was antwortet man also auf solch eine Frage, wenn man am liebsten der ganzen Welt die eben gehörte Kapelle vorspielen möchte? Wie reagiert man, wenn man von drei spitzenmäßigen Musikern mit großen Augen angesehen wird und merkt, dass da endlich eine Antwort erwartet wird? FUCK!!! Was sage ich nun? Okay, ich weiß was! Ich antworte total cool und abgeklärt. So als wäre ich derjenige Typ, der entscheidet was gut und was schlecht ist, was hip und was out ist! Ich sage also kurz und knapp: ?Erik, der Indierock tot! Töter als tot. Doppelt tot!? Plötzliches Schweigen im KFZ macht mich unruhig und nervös. Alle schauen mich mit noch größeren Augen an, wirken aber zufrieden, obwohl ich keine selten dämlichere Antwort hätte geben können. Puuh! Gut, dass ich da jetzt irgendwie aus der Sache raus gekommen bin. Aber erstmal zurück zum Anfang. Vor ca. 90 Minuten sollte sich für mich einiges schlagartig ändern!
Ich habe im Vorfeld schon vieles über Peter Piek gehört und gelesen. Und nun stehe ich vor einer Bühne und oben vor mir Peter Piek an der Gitarre und Orgel, Erik am Bass und Mike am Schlagzeug. Die ersten Takte ertönen und mir wird klar, dass ich Zeuge von etwas ganz Großem werde. Diese Musik, diese Ausstrahlung von den Jungs da oben habe ich vorher bei keinem anderen Liveact spüren dürfen. Und man muss dazu sagen, dass Konzertbesuche zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören. Jeder Ton kommt direkt und genau auf den Punkt in meiner Fresse an. Ich stehe in der ersten Reihe und der heiße Sound peitscht mir um die Ohren, so dass ich nicht anders kann und mir im Kopf schon die tollsten Visionen zu recht lege. Plötzlich, beim dritten Song reißt Peters Gitarrensaite! Was nun? Verhalte ich mich still und tue so als ob nichts passiert ist? Schicke ich jemanden so managermäßig nach oben, der das mal schnell erledigt? Oder biete ich mich an, eine neue Saite aufzuziehen um gleich mal meine reges Interesse an einer möglichen Zusammenarbeit zu symbolisieren und nehme aber dabei in Kauf, dass ich wohl vor lauter Nervosität gleich noch eine Saite zerfetze? Bis ich mich für eine dieser Varianten entschieden habe, steht Reisi schon längst mit Peters Gitarre im Backstagebereich und zieht voll profimäßig innerhalb kürzester Zeit eine neue Saite auf. Super der Reisi. Und so spontan. Diese Aktion hätte glatt unter meinem Namen laufen können?nicht! Das Konzert wird vom ersten bis zum letzten Takt souverän durchgespielt, ohne Zugabe versteht sich. Große Bands spielen ja eh nie eine Zugabe. Auch im Laufe des Abends komme ich nicht mehr aus meiner Bewunderung raus und nach einigen alkoholischen Kaltgetränken bringe ich mich gezielt als Tourbegleiter ins Gespräch. Ob es am Alkohol lag, weiß ich nicht, aber die Band ist spontan von meinen Vorschlägen begeistert und somit sitze ich fortan mit im Boot der Farben. Wir feiern bis es hell wird und ich den einen oder anderen Kollegen nach Hause tragen muss. Und um mal eine immer wieder beliebte Frage im Musikexpress zu beantworten: Jeder Mensch ist ein Tänzer, solange er nur genug Alkohol getrunken hat. Peter hat getrunken und getanzt. Erik hat getrunken und getanzt. Ich habe getrunken und getanzt! Und Mike? Mike hat nur getrunken?!
von Phipps
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